In den letzten Wochen wurden im Fördergebiet Big Wells die Tiefenbohrungen bei Korn 3H abgeschlossen und die Erdölförderschicht erreicht. Nun beginnt der nächste wichtige Schritt: die Perforation des Bohrloches. Bislang gab es noch keinen direkten Zugang zum Öl, denn die Außenwände des Loches werden während des Bohrprozesses versiegelt. Erst durch die sogenannte Perforation – also die Durchlöcherung der Verschalung – kann das Öl in das Innere der Bohrlochkonstruktion eintreten und somit gefördert werden.

Die Bohrung verläuft zunächst 1.500 Meter vertikal in die Tiefe und dann über 2.500 Meter horizontal durch die Erdöllagerstätte. Dies macht sie zur längsten im gesamten Fördergebiet. Nun werden in acht Intervallen insgesamt rund 350 Meter des horizontalen Abschnittes mit Löchern versehen. Normalerweise dauert dieser Prozess zwischen 13 und 15 Tagen. Bruce Ganer, Operator von Helena Energy, wendet jedoch eine neue Technologie an, die er bereits bei Bohrungen im Golf von Mexiko erprobt hat. Mit dieser wird der Aufwand auf rund sechs bis acht Tage reduziert – was eine enorme Kosteneinsparung bedeutet.

Mit der der Perforation ist die sogenannte „Completion“, also die Fertigstellung und Inbetriebnahme, des Bohrloches Korn 3H abgeschlossen und der Förderbetrieb kann zeitnah aufgenommen werden.