1. Was waren die letzten Schritte, die im Helena Energy-Projekt unternommen wurden?

Wir haben in den letzten Wochen die Verhandlungen über die Wegerechte für unsere Pipelines und die Stromversorgung erfolgreich abgeschlossen und weitere Vereinbarungen mit anderen Betreibern zur Wasserzufuhr getroffen. Es wurden Wassertanks installiert, eine Wasserpumpe angeschlossen und das Areal um die Öltanks mit einem Überlaufschutz versehen. Die erfreulichste Nachricht ist aber, dass wir kurz vor der Fertigstellung unseres ersten „Producer-Injection Pair“ stehen. Die Produktionsanlage besteht aus einem Bohrloch, durch welches  Wasser in den Boden injiziert wird, und einem daran gekoppelten Produktionsloch, aus dem das Öl unter Druck gefördert wird. Hierzu haben wir ein bestehendes Bohrloch in ein „Injection Well“ umgebaut und zusätzlich ein komplett neues Produktionsloch gebohrt.

2. Neulich ist die erste Testbohrung erfolgt – wie waren die Ergebnisse?

Wir rechnen derzeit mit über 300 Barrel pro Tag.  Der  Umbau des bereits bestehenden Bohrloches in ein Waterinjection Well hat einwandfrei funktioniert und es wurden schon bei den Umbauarbeiten 80 Barrel Öl in 3 Stunden an die Oberfläche gedrückt.  Aufgrund dieser positiven Aussichten planen wir bald auch eine weitere Producer-Injector-Anlage im Fördergebiet „Good Luck“ zu errichten.

3. Wann sind weitere Bohrungen geplant?

Die Bohrungen sind von den finanziellen Mitteln abhängig, aber wir rechnen innerhalb der nächsten Wochen damit.

4. Wie funktioniert die hier angewendete Fördertechnik des Waterfloodings?

Beim Waterflooding werden zwei Bohrlöcher benötigt: über das eine, den sogenannten Injector, wird Wasser hineingespritzt, dadurch wird Druck aufgebaut, der das Erdöl dann durch den Producer zu Tage fördert. Diese Methode ist besonders effektiv bei Bohrlöchern, bei denen zunächst mit Gas gearbeitet wurde, denn hier lässt der Druck schnell nach. Mit Wasser hingegen lässt sich ein konstanter Druck erzeugen, der mehr Öl aus dem Boden herauslöst.

5. Was sind die Vorteile davon und Ihre persönlichen Erfahrungen damit?

Ich habe in meinen über 40 Jahren in der Gas- und Öl-Industrie bereits unzählige Waterflooding-Projekte sowohl in New Mexico als auch in Texas geleitet. Die Vorteile dieser Technik sind offensichtlich, denn sie fördert 2-3 Mal so viel Öl wie bei der Gas-Expansion. Waterflooding ist äußerst effektiv, da dabei noch Ölbestände erreicht werden können, die sonst mit keiner anderen Methode erreicht werden würden.