Zur Ölproduktion werden die verschiedenen Fördertechnologien und Förderverfahren je nach geologischer Formation und Beschaffenheit des potentiellen Fördergebietes eingesetzt. Im Fördergebiet Big Wells der Helena Energy LLC, nutzt man die Technologie des „Waterfloodings“ um die vorhandenen und nachgewiesenen Reserven an die Oberfläche zu bringen und die Produktionsraten signifikant zu erhöhen.

Durch den Umbau von vorhandenen Bohrstellen in „Injection Wells“ oder das Schaffen von neuen „Injection Wells“, hat man die Möglichkeit, Wasser in die geologische Formation einzuspeisen, bzw. Wasser unter hohem Druck ins Erdreich zu pressen.

Das Wasser sorgt dafür, dass der Druck in der öllagernden Formation erhöht wird und sich das Öl  zum „Ausgang des Wells“ hin bewegt. Dabei macht man sich die physikalische Eigenschaft zu Nutze, dass Öl leichter ist als Wasser.

In „Big Wells“, Dimmit County besteht die Herausforderung bei dieser Produktionstechnologie darin, genügend „Injection Water“ vor Ort bereitzustellen und die notwendige Stromversorgung für die elektrischen Wasserpumpen herzustellen.

Die Wasserversorgung wird über große Tanks nahe der „Injection Wells“ sichergestellt. In diesen Tanks besteht die Möglichkeit, auch sogenanntes „Disposal Water“ aus umliegenden Ölfeldern zu lagern und zusätzlich Erträge zu generieren. Das „Disposal Water“ entsteht bei der Ölförderung durch das Trennen von Öl und Wasser. In manchen Formationen und Förderstellen benachbarter Förderunternehmen ist der Wasseranteil im Öl so hoch, dass das Wasser vom Öl getrennt werden muss. Da dieses Wasser dann aber noch immer einen geringen (ca. 1%) Anteil an Öl enthält, muss es teuer entsorgt werden. Alternativ dazu, kann es beim „Waterflooding“ als „Injection Water“ eingesetzt werden. Das wird dadurch ermöglicht, dass es in die gleichen Formationen zurückgeführt wird, aus denen es ursprünglich gefördert wurde.

In den Wassertanks wird durch zusätzlich eingebaute Separatoren das Öl herausgefiltert und ebenfalls vermarktet. Die Tanks werden permanent durch ein kleines Pipelinesystem oder durch Tankzüge befüllt.

Die Einspeisung des Wassers in die geologischen Formationen erfolgt mit Hilfe von starken elektrisch angetriebenen Wasserpumpen. Die dafür notwendige Stromversorgung, bzw. Infrastruktur muss von den örtlichen Energieversorgern und dem Förderunternehmen aufgebaut und bereitgestellt werden. Wenn diese Infrastrukturmaßnahmen und Produktionsvorbereitungen abgeschlossen sind, bedarf es lediglich der täglichen permanenten Überwachung der Pumping Jacks und Elektropumpen. Die Produktion läuft dann nahezu geräuschlos über die Lebensdauer des jeweiligen „Wells“ ab.

So trägt die Fördermethode des „Waterflooding“ dazu bei, einen geschlossenen, ressourcen-bewussten Umgang mit Wasser und Öl bei der Ölproduktion zu haben. Zum einen wird das mit Öl angereicherte Wasser vom Öl befreit und wieder an seinen ursprünglichen Lagerort zurückgeführt, zum anderen werden keinen zusätzlichen Entsorgungskapazitäten benötigt. Nebenbei erhöht das Herausfiltern von Öl die Produktionsmenge bzw, die Erlöse des Unternehmens.